Fliegenfischer-Stammtisch in Rheinland-Pfalz

- - - - - Anregungen, Termine und Aussprache der Fliegenfischer in Rheinland-Pfalz - - - - - -

 Der nächste Stammtisch findet am Freitag , den 25. Mai 2012 , um 19°° Uhr im Vereinsheim des VdSF-Bingen-Büdesheim , Dammstraße 31, in 55411 Bingen-Dietersheim , statt!

    Warum Bambusruten?

    Austausch

    Freimut
    Stammtischgründer

    Anzahl der Beiträge: 109
    Anmeldedatum: 07.09.10
    Alter: 71
    Ort: an (möglichst: in) der Nahe

    Warum Bambusruten?

    Beitrag  Freimut am 05.10.10 19:06

    Was ist an Bambusruten so besonders?
    Die Antwort liegt für mich auf der Hand: Bambusruten sind etwas Besonderes.
    Sie werden aus gespleißten Streifen des Tonkin-Rohres hergestellt und mit einer Genauigkeit von 1/1000 inch (Zoll), das sind 2 1/2 hundertstel Millimeter auf Maß und Form gehobelt, zusammengeleimt zu einem Blank und dann - vor allem im süddeutschen und angrenzenden deutschsprachigen Raum - "Gespließte" genannt (ich halte mich da eher an den Duden und nenne sie "Gespleißte", denn ich spleiße den Bambus ja und spließe ihn nicht...). Man sagt den Bambusruten eine größere Eleganz und Genußvermittllung beim Werfen nach, räumt aber eine höhere Leistungsfähigkeit der Kohlefaserruten bzw. deren Entwicklungsprodukte ein. Ich persönlich habe den Unterschied der beiden Rutenarten noch nicht feststellen können; erstens fehlt mir dazu noch immer die Erfahrung, zweitens räume ich gerne ein, daß ich voreingenommen bin Embarassed . Für mich ist es allein schon ein sinnliches Erlebnis, eine Bambusrute in den Händen zu halten.
    Solange ich fliegenfische, habe ich davon geträumt, aber die Anschaffung einer solchen exquisiten Rute war mir immer zu teuer. Jetzt als Rentner konnte ich endlich verwirklichen, daß ich "einmal im Leben eine Bambusrute mache", die mir aber auch wirklich gut gelungen ist. Leider habe ich sie an meinen Schwiegersohn in Amerika verschenkt und jetzt muß ich jedesmal dahin fliegen, um sie zu fischen... Das Werkzeug und Materiel sowie der Bambusvorrat -alles, was ich mir inzwischen zugelegt habe und noch zulege - hat sicher inzwischen schon den Gegenwert einer soliden, nichtimportierten Bambusrute erreicht oder sogar überstiegen. Aber ich hab's ja noch und mache mich gerade daran, eine kleine Spinnrute zu machen (Den, der Bambusruten macht, nennt man Rutenmacher (engl.: maker); der Rutenbauer (engl.: builder) baut auf den fertigen Blank eine kpl. Rute auf.) Aber die habe ich meinem Sohn schon versprochen; also habe ich dann wieder keine Mad ... Aber ich habe ja dann immer noch Bambusrohre und Material, das Werkzeug sowieso. So wird ein Hobby zur Manie.
    Als ich in Amerika, in einem Zufluß (Salmon River) des Ontario-Sees mit einem Guide fischte, hatte ich meine verschenkte Bambusrute und die Kohlefaserrrute des Guide zur Verfügung - beide Ruten mit unterschiedlichem Schnurgewicht und in unterschiedlicher Länge. Einen Vergleich zu ziehen war mir da nicht möglich; außerdem hätte "meine" Bambusrute ohnehin gewonnen cheers !
    So, jetzt warten wir mal, wie dieser Beitrag als "Versuchsballon" wirkt. Gfs. unterhalten wir uns dann weiter.
    TL!
    Freimut

      Aktuelles Datum und Uhrzeit: 21.05.12 4:17